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3 Wege, wie du dich auf Angriffe vorbereitest

3 Wege, wie du dich auf Angriffe vorbereitest

Axel Maluschka     17. Oktober 2016     4

Du siehst rot.

Dein Hirn schaltet ab.

Den Typen machst du fertig. Denn er hat dich unfair angegriffen.

Doch in Wirklichkeit hast du längst die Kontrolle über die Situation verloren.

Denn du warst nicht vorbereitet auf den Angriff.

Heute erfährst du:

  • Wie ich gegen den Schläger von Meckenheim kämpfte.
  • Was bei einem Angriff in deinem Gehirn passiert.
  • Warum du dich auf einen Angriff vorbereiten musst.
  • Welche Wege es gibt, um beim Konflikt besser zu werden.

Viel Spaß beim Hören!


Shownotes


Alle Folgen von „Konflikt-Power aufs Ohr“ findest du hier.


Transkript

Einen wunderschönen guten Tag! Hier ist Axel Maluschka. Du hörst den Podcast „Konflikt-Power aufs Ohr“.

Du erfährst hier ganz nebenbei, wie du zum Konfliktmeister reifst, und was das Ganze mit deinem Lebensglück zu tun hat.

In der heutigen Episode gehen wir in die Praxis. Ich gebe dir drei Wege bzw. Möglichkeiten, mit denen du dein Konfliktverhalten verbessern kannst. Wenn dir dies gelingt, wirst du aus deinen Konflikten als Gewinner hervorgehen. Ich wünsche dir viel Spaß mit der heutigen Folge.

[Musik]

Wir beginnen mit einer Geschichte aus dem Kampfsport.

Stell dir vor, du bist ein totaler Anfänger in einer Kampfkunst. Du stehst gerade kurz vor deiner ersten Gürtelprüfung, und dein Meister sagt zu dir, dass du an einem Wettkampf teilgenommen haben musst, damit er dich zu einer Prüfung zulassen kann. Du vertraust deinem Meister und sagst zu.

Jetzt hast du ein mulmiges Gefühl im Bauch, denn du weißt nicht, was auf dich zukommt, wie so ein Wettkampf überhaupt aussieht und wie ein Kampf verläuft.

Im Laufe deines Trainings hattest du im Grunde genommen immer nur in die Luft geschlagen und getreten. Weder einen Mensch noch gegen einen Sandsack oder Schlagpolster hast du geschlagen.

Du kannst das Risiko nicht einschätzen.

Nun ist der Tag deines ersten Wettkampfs gekommen. Du stehst an einer Glasfront, blickst auf die Wettkampffläche hinunter, dort wo du selber gleich kämpfen sollst. Plötzlich kommt dein Trainingskollege zu dir, und er ist total blass. Du fragst ihn, ob er Schiss wegen des Kampfes habe. Er entgegnet, dass es nicht um ihn ginge, sondern um dich.

Genau dies habe ich selber vor über zwanzig Jahren erlebt.

In Bonn hatte ich seit sieben, acht Monaten bei einem Koreaner begonnen, zu trainieren und ich hatte, wie oben geschildert, nur Techniken in die Luft geübt und Rollen geschlagen.

Ich hatte weder Sparring-Erfahrung, noch wusste ich, wie es ist, wenn ich gegen ein festes Ziel schlage. Trotzdem bestand mein Meister darauf, auf ein Turnier zu gehen.

Und zwar auf ein Turnier mit Kontakt.

Mein Kollege stand also vor mir, völlig blass, und sagte zu mir. „Hast du mal deinen Gegner gesehen?“

Ich sagte: „Nein“, und wies daraufhin, dass ich doch zwei Gegner habe.

Er wies auf den einen und kommentierte: „Das ist der Schläger von Meckenheim. Der hat 97 kg und hat schon fünf Männer auf Turnieren k.o. gehauen.“

Kurze Zeit später stehe ich auf der Matte, mir gegenüber besagter Schläger.

Und er blickte mich an, als sei ich eine lästige Made auf seinem Weg zum Turniersieg im Schwergewicht. Er wollte mich nur wegwischen.

Der Kampfrichter erklärte uns noch einmal die Regeln.

Wir stellten uns auf, und der Richter gibt das Signal zum Kampfbeginn.

Der Schläger von Meckenheim nimmt drei Schritte Anlauf, rennt los, stößt dabei einen übelsten Kampfschrei aus und versucht, mich in der ersten Sekunde des Kampfes einfach nur wegzuwischen. Mich k.o. zu treten.

Ich habe meine Hände vor dem Körper zu einer Art X aufgebaut, die besagte Deckung aus unserer letzten Episode.

Er sprang gegen diese, während ich mein ganzes Gewicht nach vorne stemmte. Er ist voll dagegen geknallt und wie ein nasser Sack vor mir zu Boden gefallen.

Er humpelte danach, und ich hoffte schon, dass er der Kampf damit beendetet wäre. Doch einer wie er gibt bei so was natürlich noch nicht auf.

Im Anschluss tat sich nicht viel.

Bis ich schließlich meine Chance sah.

Ich konnte damals einen einzigen Tritt. Glaubte es zumindest.

Ein gesprungener gerader Austritt, ein sogenannter Front Kick, Mae Geri.

Man springt in die Luft, nimmt mit dem Schwungbein Schwung und mit dem anderen Bein tritt man gerade aus. Auf diese Weise überbrückt man viel Distanz, und ein Treffer ist sehr effizient.

Ich wuchte meinen gesamten Körper in die Höhe, mein Schwungbein schnellt nach vorne und bleibt genau im Schritt des Schlägers hängen.

Ich war viel zu nah an ihm dran und habe ihm voll in die Zwölf gelatscht, volle Kanne. Der Typ geht in die Embryonalstellung zu Boden, hält sich den Schritt und fängt an zu jammern.

Es war mir total unangenehm. Ich bin kein unfairer Typ und wollte keinen Tritt unter die Gürtellinie machen.

Ich ging sofort zu ihm hin, doch er wollte nichts von mir wissen.

Und zu guter Letzt fing auch noch das Publikum ringsum an, zu pfeifen und zu buhen wegen meiner unfairen Attacke.

Ich habe mich echt schlecht gefühlt.

Ich verlor den Kampf, hatte Minuspunkte, auch wenn der Schläger sich im weiteren Verlauf nicht mehr so richtig an mich heran traute.

Ich habe zwar den zweiten Platz gemacht, trotzdem war die Welt für mich nicht in Ordnung.

Wie hatte das passieren können, was habe ich falsch gemacht?

Erst sehr viel später habe ich es begriffen. Und daraus geht die Regel hervor, die ich dir heute mitgebracht habe.

Was du vor dem Kampf tun musst

Ich hatte mich schlicht nicht vorbereitet, keine einzige Minute Sparring gemacht und demzufolge null Distanzgefühl.

Ich hatte keine Ahnung, was ich überhaupt tue.

Und ich muss sagen, dass es von dem Meister unverantwortlich war, mich auf ein solches Turnier zu schicken. Man kann nicht Leute ohne Vorbereitung einem solchen Risiko aussetzen.

Was hast du nun von dieser Geschichte?

Ganz einfach: Ich habe gelernt:

Du musst dich vorbereiten auf den Ernstfall.

Dieser Wettkampf war ein solcher.

Es war ein Risiko, bei dem es um meine Gesundheit ging.

Wenn du dich in einem Ernstfall gut verhalten willst, musst du vorbereitet sein. Du kannst im Ernstfall nur abrufen, was du geübt hast.

Also, die Regel lautet:

Übe für den Ernstfall!

Was bei einem Angriff in deinem Gehirn passiert

Wenn du in einen verbalen Kampf gerätst, fasst dein Gehirn dies als den Ernstfall auf. Das beruht auf einem Missverständnis zwischen deinem Großhirn und deinem Emotional-Gehirn, was wir bereits in Episode 3 erläuterten.

Dein Großhirn denkt, es ist etwas nicht in Ordnung, und dein Emotional-Gehirn fasst dies dann so auf, als ob es um Leben und Tod ginge. Daraufhin wird sofort das Überlebensprogramm hochgefahren. Es bereitet dich auf eine von drei Möglichkeiten vor: Fight, Flight oder Sichtotstellen

Wenn dein Gehirn denkt, dass weder Angreifen noch Fliehen eine Option ist, dann erstarrst du automatisch.

Die ersten beiden Möglichkeiten sorgen dafür, dass deine Muskulatur gut durchblutet ist. Dein Gehirn sagt deinem Körper, er solle deiner Muskulatur sofort Sauerstoff und Blut zur Verfügung stellen. Blut wird aus deinen Organen abgezapft und in die Muskulatur gepumpt. Negativer Nebeneffekt: da auch dein Gehirn als Organ eingestuft wird, wird auch aus diesem Blut abgezapft, so dass du nicht mehr klar denken kannst.

Deshalb werden Leute in Konflikten auch lauter, da sie sich auf Lebensgefahr einstellen. Sie verlieren die Beherrschung und Kontrolle. Das kennst du vielleicht auch.

Was passiert nun in einer solchen Situation?

Du fällst in archaische Programme zurück. Es geht dann nicht um ausgeklügelte Strategien, um Intelligenz, sondern Muskeln oder die Fähigkeit zum Tot-stellen sind angesagt.

Doch ist es bei Konflikten wie dem verbalen Kampf die günstigste Vorgehensweise, in diese alten Programme zurückzufallen? Ist es für dich und alle anderen Beteiligten wirklich am besten, wenn du kämpfst, wegläufst oder dich unterwirfst?

Ich denke: Nein.

Nur in Ausnahmefällen dürfte dies günstig sein.

Es stellt sich die Frage, wie du dein Verhalten so optimieren kannst, dass du aus deinen Konflikten als Gewinner hervorgehst. Das ist ja der Grund, weshalb du hier zuhörst.

Bevor ich dir drei erfolgversprechende Wege aufzeige, stelle ich noch eine Vorgehensweise voran, wie es sicherlich nicht funktioniert.

Warum es schlecht ist, sich nicht auf einen Angriff vorzubereiten

Ein Beispiel aus Selbstverteidigungskursen für Frauen führe ich an.

Wie ich schon erwähnt, sind wir so sozialisiert, dass wir nett und freundlich sein sollen.

Wenn du dich nun auf eine reale körperliche Auseinandersetzung einstellen möchtest, besuchst du einen Kurs oder noch besser – weil ein solcher zumeist nicht ausreicht – ein regelmäßiges Training, das dich auf eine echte Selbstverteidigungssituation wirklich vorbereitet.

Ganz oft tritt nun folgendes auf: Ein guter Trainer wird dir ein Mentaltraining anbieten, in dem er mit den Schülern Szenarios durchgeht und erlebbar macht und sie dabei unterstützt, aus sich selber herauszugehen. Sie sollen lernen, in einer Kampfsituation im Kopf den Schalter umzulegen und alles, was sie haben, in den Konter, den Gegenangriff, zu stecken.

In der Praxis fällt auf, dass Frauen Probleme damit haben.

In einer Übung beispielsweise wird ein Schlagpolster genommen und du sollst hineinschlagen mit einem Kampfschrei. Letzterer hat mehrere Effekte:

  • Einerseits feuerst du dich selber an,
  • andererseits überraschst du den Gegner und erschreckst ihn, wodurch dein Konter eine deutlich stärke Wirkung erzielt.

Oft können sich nun die Frauen nicht zu einem Schrei durchringen, sie zieren sich. Sie benötigen oft zwei Jahre Training, bis sie den Schalter ganz umlegen und gegenhalten können.

Frauen, die dies zum ersten Mal machen, begründen das wie folgt, eigentlich eher eine Ausrede: „Hier mache ich das nicht, es geht ja um nichts, doch im Ernstfall tue ich es!“

Nur dass dies nicht stimmt, im Ernstfall, machst du genau das, was du trainiert hast. Du wirst nur abrufen können, was du geübt hast.

Nebenbei, das ist auch der Grund dafür, warum 95 Prozent aller Kampfsportler in Wahrheit nicht kämpfen können. Schlicht und einfach, weil sie das Kämpfen ohne Regeln nicht üben.

Sie trainieren einen auf ihren Wettkampfsport ausgerichteten sehr stilisierten Kampf hin. Das sieht dann super aus für jeden, der keine Ahnung vom echten Kampf hat.

Hierzu ein Zitat von Einstein:

„Die reinste Form von Wahnsinn ist, alles beim alten zu lassen und dann zu hoffen, dass sich etwas ändert“.

Diesen Spruch finde ich sehr weise und er gilt für alle Lebensbereiche.

Wenn du unzufrieden bist mit deinem Leben oder denkst, dass da noch mehr geht, dann ändere was!

Wenn du also dein Konfliktverhalten verbessern willst, musst du an deiner Trainingsmethode arbeiten oder dich überhaupt einmal mit dem Thema beschäftigen.

Und nun kommen wir endlich zu den drei Wegen, die ich dir angekündigt habe.

Erster Weg: Erkunde!

Die erste Möglichkeit, die ich dir heute mit auf den Weg gebe, die setzt du gerade um.

Nämlich: Beschäftige dich grundsätzlich mit dem Thema Konflikte und Kommunikation.

In meinen Augen ist Kommunikation der härteste Skill überhaupt, die stärkste Fähigkeit, die du für deinen Erfolg und dein Lebensglück entwickeln kannst. Zumindest gehört sie mit zu den stärksten.

Vergiss Wissen über Technik, Mathematik, alles was du in deinem Beruf anwendest, Steuern, Gesetze z.B.!

Klar du brauchst das, um Geld zu verdienen, um voranzukommen. Doch was du für dein Lebensglück brauchst, was superwichtig ist in meinen Augen, das ist Kommunikationsfähigkeit.

Wer seine Fähigkeiten nicht kommunizieren kann, der wird sie auch nicht verkaufen, nicht anbieten können.

Er wird nicht adäquat bezahlt werden und nicht die Aufgaben bekommen, die das richtige Maß an Herausforderungen und Anforderungen stellen.

Auch wird er keine guten sozialen Beziehungen aufbauen, und diese sind für das persönliche Glück, Schlagwort Networking, ausschlaggebend.

Wir kommunizieren jeden Tag, es sei denn du wohnst unter irgendeinem Stein, bist Einsiedler.

Und die wenigsten können es gut.

Gelungene Kommunikation ist klar und wohlwollend bzw. ist die Voraussetzung für eine solche.

Das tust du ja gerade, dich beschäftigen mit Kommunikation, hörst diesen Podcast, hast schon den einen oder anderen Artikel auf meiner Seite gelesen oder in ein Kommunikationsbuch hinein geschaut, Artikel in anderen Blogs zu diesem Thema gelesen, vielleicht auch solche, die ich empfohlen habe. Reine Konflikt-Podcasts gibt es nicht so viele.

Zweiter Weg: Analysiere!

Zweitens: Du weißt vielleicht, dass es bei einem Wettkampf im Nachhinein immer eine Analyse gibt.

Wenn die deutsche Fußballnationalmannschaft gespielt hat, dann macht erst mal der Trainerstab eine Analyse, später zusammen mit der ganzen Mannschaft und versucht herauszufinden, was man das nächste Mal besser machen kann.

Du solltest nach dem Austragen eines Konflikts darüber nachdenken, was funktioniert hat und was nicht.

Was hat dazu beigetragen, dass ich bekommen habe, was ich wollte und was hat dies verhindert?

Ergründe dies! Reflektiere dein eigenes Verhalten und vielleicht auch das deines Konfliktpartners.

Wie in der ersten Folge thematisiert, halte dir vor Augen, worum es in deinem Konflikt wirklich ging.

  • Welches Bedürfnis steckte hinter deiner Forderung und deiner diesbezüglichen Strategie?
  • Was wolltest du erreichen?
  • Was brauchtest du in diesem Moment?

Dritter Weg: Trainiere!

Die dritte Empfehlung ist eine Übung, die du vor deinem nächsten Konflikt machen solltest. Ich habe sie aus unserem Karatetraining abgeleitet.

Es sieht so aus, als ob wir uns im Training zeitweise einfach nur gegenüber stehen und uns sinnlos und stumpfsinnig in die Bäuche schlagen. Oder wir treten uns einfach nur gegenseitig.

Das sind Abhärtungsregeln. Indem wir getroffen werden, gewöhnen wir unsere Muskulatur und unsere Psyche daran, Angriffe und Schläge zu ertragen.

Die Muskulatur wird stärker und härter, die Psyche lernt den Schmerz, den Angriff auszuhalten. Dein Körper lernt, automatisch zu reagieren.

Du spannst die Muskulatur vor dem Angriff reflexartig an, und der Angriff macht dir nicht mehr so viel aus.

Auf die Kommunikation übertragen: Du kannst deine Nehmer-Qualitäten im Konfliktfall erhöhen.

Stell dir vor: Jemand greift dich an, und es geht dir richtig unter die Haut. Du rastest aus, wirst lauter, verlierst die Kontrolle über deine Emotionen und damit auch jene über den Konflikt als solchen.

Jetzt stell dir vor: Jemand greift dich mit derselben Heftigkeit an, aber du bist abgehärtet, du lächelst milde, und es bringt dich überhaupt nicht ins Wanken. Du bleibst gelassen und souverän.

Welcher Weg ist der bessere?

Wie kommst du dahin, gelassen und souverän zu bleiben?

Indem du dich abhärtest.

Das solltest du spielerisch und gefahrlos machen.. Hierzu habe ich eine kleine Übungsform entwickelt. Sie heißt Beleidigungs-Pingpong.

Such dir einen guten Bekannten oder einen Kollegen, der dir wohlgesonnen ist, und tauscht wie im Pingpong Spiel Beleidigungen aus. Fangt möglichst sanft an.

Vielleicht einigt ihr euch darauf, euch erst mal nur Tiernamen zu geben, die nicht so angenehm sind, und dann steigert ihr die Tiefe, die Härte der Beleidigung im Laufe der Übung.

Stellt z. B. die Stoppuhr auf dreißig oder sechzig Sekunden. Versucht allerdings auch wirklich, den anderen zu treffen, den Grad der Beleidigung so zu steigen, dass es doch ein wenig weh tut.

Dabei lernst du auch, Grenzen zu setzen. Erinnere dich an die letzte Episode. Du sagt dann deinem Gegenüber, das etwas zu tief ging, dass dort deine Grenze ist.

Letztendlich geht es darum, über diese Übungsform deine Grenze zu verschieben.

Wenn du auf diese Weise deine Nehmer-Qualitäten entwickelst, dann wirst du auch im Falle eines echten Angriffs seitens eines vermeintlichen Feindes an dieser Stelle nicht mehr ins Wanken geraten.

Du wirst souverän bleiben.

Denk im Pingpong-Spiel einfach nur daran, dass der Andere dies nicht macht, um dir weh zu tun, sondern er will dir helfen, dich zu entwickeln.

Mach dieses Spiel bitte nicht mit deinem Ehepartner. Das tut ihr im Laufe der Jahre ganz automatisch. Kleiner Scherz am Rande.

Übst du dies spielerisch, wirst du dein mentales Gerüst verstärken.

Das waren meine drei Empfehlungen.

Ich hoffe, es hat dir Spaß gemacht und du hast etwas von der heutigen Episode gehabt. Du findest die Shownotes unter maluschka.com/005.

Ich merke gerade, das ist ja schon die fünfte Episode, bzw. die sechste, wenn ich die Pilotfolge mitrechne. Ein Grund, im Anschluss darauf anzustoßen, auf dieses kleine Jubiläum. Du siehst, man sollte feiern, wann auch immer man feiern kann.

Ich wünsche dir noch einen richtig guten Tag. Ich freue mich, wenn du auch das nächste Mal wieder zuhörst.

Mach es gut.


4 Kommentare

  • Du bestätigst mir genau, was ich auch bereits weiß. Danke ganz lieb dafür.
    Ich schlussfolgere aus Deiner Antort, dass ich mich mit einem Training nicht wie befürchtet auf das Thema fokussiere und es somit in mein Leben ziehe. Sondern meine Angst angehe und zu einem starken Gegner werden kann. Das macht Sinn. So habe ich das noch nicht gesehen.
    Ganz ganz lieben Dank, dass Du mir geantwortet hast.
    Ich freue mich schon auf den nächsten Podcast

    Marie
  • Hi Marie,

    ja, genauso sehe ich das.

    Du stärkst durch das Training dein Selbstvertrauen und fokussierst dich damit auf dein Wohlbefinden sowie auf Frieden und Harmonie in deinem Leben. Und das wirst du dann wahrscheinlich verstärkt erleben.

    Ich freu mich auch auf die nächste Folge. :-)

    Viele liebe Grüße

    Axel
  • Hallo Axel,
    das sind ganz spannend Podcast, die ich mit Interesse höre seit der erste Folge. Weiter so!
    Eine Frage: Was rätst Du mir, sollte ich tun?
    Ich bin als Kind regelmäßig von meiner Mutter sehr heftig mißhandelt und verprügelt worden. Später habe ich Gewalterfahrungen auf der Straße gemacht.
    In mir sitzt eine tiefe Angst vor Gewalt. Ich meide möglichst Situationen, wo mir etwas passieren kann. Bin dadurch oft eingeschränkt. Fahre z.B. nur Fahrrad, selten U-Bahn etc.
    Ist der Besuch eines Selbstverteidigungskurs sinnvoll? Ich habe eine tiefe Abneigung gegen das Schlagen. Mein letzter Partner war Shaolin Kunfu Trainer. Mir hat da immer die Verbindung von Kampf als Kunst und der Meditationsaspekt gefallen.
    Was ich heute in Deinem Podcast sehr spannend fand, war, als Du sagtest, um zu lernen im Ernstfall bereit zu sein, muss man vorbereitet sein. Also nicht stilvoll kämpfen, sondern so wie es eben in einer Situation auf der Strasse kommen kann. Das klingt für mich sehr logisch.
    Ein anderer Gedanke war all die Jahre, dass ich mit meinem Partner immer wieder in brenzlige Situationen geraten bin. So als hätte er das regelrecht angezogen.
    Deshalb konnte ich mich nie zu diesem Schritt entscheiden. Ich hatte oft die Vorstellung, wenn ich mich zu sehr darauf fokussiere, kommen genau diese Situationen dann in mein Leben. So nach dem Prinzip der Ressonanz.
    Was sagst Du dazu? War rätst Du mir aus Deiner Erfahrung heraus?
    Über eine Antwort freue ich mich sehr.
    Ganz lieben Gruß von Marie
  • Hallo Marie,

    hab vielen lieben Dank für deinen Kommentar und dein Lob. Das spornt mich sehr an! Und natürlich werde ich weitermachen, denn letztlich möchte ich dazu beitragen, dass die Menschen friedvoller werden und die Welt ein klein wenig besser. :-)

    Deine Frage kann ich ganz einfach beantworten: Ja, besuche einen Kurs oder noch besser ein regelmäßiges Training. Alles, was dir mehr Selbstsicherheit gibt und dir hilft, deine Ängste zu überwinden, ist sinnvoll.

    Dabei solltest du dich allerdings nicht selbst täuschen. Nach einem kurzen Kurs wirst du dich nicht wirklich in einer Ernstsituation selbst schützen können. Dazu bedarf es eines längeren guten Trainings. Letztlich muss viel in deinem Kopf passieren, aus dem ängstlichen Opfer kann ein souveräner Gegner werden. Und mit dem legt sich keiner mehr so gerne an.

    Deine Erfahrungen klingen sehr heftig. Insofern kann ich deine tief sitzende Angst sehr gut nachvollziehen. Ich glaube allerdings auch, dass wir im Leben das anziehen, worauf wir unsere Aufmerksamkeit richten.

    Du kannst das psychologisch begründen. Wenn du große Angst vor Gewalt hast, erkennen Täter das an deiner Körperhaltung. Bist du ein harter Gegner, strahlst du das auch aus.

    Für mich die stärkste Begründung ist jedoch das, was du wohl auch schon angesprochen hast. Die Energie folgt der Aufmerksamkeit. Hast du Angst vor Gewalt, erhöhst du die Wahrscheinlichkeit, dass Gewalt in dein Leben kommt. Quälen dich Geldsorgen, kehren die immer wieder gern zurück.

    Woran auch immer du glaubst, es ist besser, wenn du deine Ängste abbaust und sie kein großes Gewicht mehr für dich haben. Zu guter letzt wird es dir dadurch auch insgesamt besser gehen.

    Ich wünsch dir alles Gute für die Zukunft

    Lieber Gruß zurück

    Axel

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